Dr. med. Michael Spiegel, Frankfurt, Innere Medizin - Angiologie
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Schlaganfall

Kann es mich treffen?
Kann ich vorbeugen?
Kann ich mein Risiko erkennen?

Schlaganfall - Herzinfarkt - Raucherbein

Die Gefäßverkalkung (Arteriosklerose) ist ein generalisierter Prozess, von dem alle Gefäßregionen betroffen sind und der bei allen Menschen auftritt. In Abhängigkeit von bestimmten Risikofaktoren ist er mehr oder weniger stark ausgeprägt. Die Übergänge zwischen noch gesund und schon krank sind dabei fließend. Schwerwiegende Erkrankungen treten am häufigsten bei Verkalkungen der Hirnschlagadern (Schlaganfall), der Herzkranzgefäße (Herzinfarkt) und die Beinschlagadern (Raucherbein) auf.

Keine Vorwarnung beim Schlaganfall

In der Regel schreitet die Gefäßverkalkung langsam fort: Anfänglich geringgradige Engstellen nehmen immer mehr zu bis das Gefäß schließlich komplett verschlossen ist. Das von diesem Gefäß versorgte Gewebeareal ist dann nicht mehr durchblutet und stirbt ab.

Findet dieser Prozess an den Herzkranzgefäßen statt, so gehen dem kompletten Gefäßverschluss und damit dem akuten Herzinfarkt oft lange belastungsabhängige Herzschmerzen oder Luftnot voraus - Warnsymptome, die den Patienten rechtzeitig zum Arzt führen. Ebenso werden die Patienten mit Verkalkungen der Beinschlagadern vorgewarnt: Die Schmerzen beim Gehen (Claudicatio intermittens, Schaufensterkrankheit) nehmen langsam zu und die schmerzfreie Gehstrecke wird allmählich kürzer.

Ganz anders bei den Hirnschlagadern. Hier fehlen oft die Warnsymptome - oder werden nicht richtig interpretiert - der Schlaganfall trifft den Patienten wie ein Blitz aus heiterem Himmel.

Und das sind die Folgen eines Schlaganfalls

  • 500 000 Menschen erleiden jährlich einen Schlaganfall
  • 20% dieser Menschen sterben daran
  • 800 000 Menschen leiden an den Folgen des Schlaganfalles, 50% davon im erwerbsfähigen Alter
  • 40% sind nur mit Hilfe oder nicht mehr gehfähig
  • 50% bleiben arbeitsunfähig oder lebenslang von fremder Hilfe abhängig
  • 70% haben noch nach Jahren Sprachstörungen
  • 120 000 dieser Schlaganfälle könnten durch geeignete Prophylaxe und Früherkennung vermieden werden

Risikofaktoren für einen Schlaganfall

Die bekannten Risikofaktoren der Arteriosklerose erhöhen auch das Risiko eines Schlaganfalles:

  • Bluthochdruck
  • Rauchen
  • Diabetes
  • hohes Cholesterin

Aber auch Patienten mit bekannter Verkalkung der Herzkranzgefäße oder der Beinschlagadern haben ein erhöhtes Risiko.

Vorbeugung

Das Risiko einen Schlaganfall zu erleiden steigt mit zunehmender Verkalkung der Hirnschlagadern. Diese lässt sich einfach und kostengünstig mit einer speziellen Ultraschalluntersuchung erkennen. Bereits kleinste Ablagerungen werden lange bevor sie gefährlich werden erkannt.

Durch regelmäßige Kontrollen kann jede Zunahme dieser Ablagerungen frühzeitig erkannt werden. Solange nur geringe Ablagerungen vorliegen wird konservativ behandelt, d.h. die vorhandenen Risikofaktoren werden möglichst ausgeschaltet, es werden regelmäßige Ultraschallkontrollen durchgeführt und gegebenenfalls eine medikamentöse Therapie begonnen. Bei erheblichen Ablagerungen sollte operativ behandelt werden. Das Risiko, beim Fortbestehen der Ablagerungen einen Schlaganfall zu erleiden, ist hier zu groß.

Am falschen Ende gespart

Im Zuge der Sparbemühungen erstatten die Krankenkassen die Untersuchung der Hirnschlagadern nur bei dringendem Verdacht auf eine Verengung oder bei erheblichen Risikofaktoren. Sie sollten sich damit nicht zufrieden geben. Warten Sie nicht darauf, bis die Untersuchung bei Ihnen - wie es so schön heißt - wirtschaftlich, notwendig und sinnvoll ist, dann kann es nämlich schon zu spät sein. Im Rahmen einer gründlichen und eigenverantwortlichen Prophylaxe bieten wir jedem die individuelle Untersuchung der Halsschlagadern an. Es kann eine Aussage über das individuelle Risiko eines Schlaganfalles sowie über das generelle Risiko der Arteriosklerose getroffen werden. Zudem ist dies günstiger als Sie vielleicht denken, bereits ab 100,- EUR ist eine sinnvolle Untersuchung möglich.

   
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