Dr. med. Michael Spiegel, Frankfurt, Innere Medizin - Angiologie
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IGeL

Individuelle Gesundheits Leistungen

Was ist das?
Ist das sinnvoll für mich?
Ist meine Gesundheit mir das wert?

Geldmangel im Gesundheitswesen

Sie kennen sicherlich die Diskussionen um den Geldmangel im Gesundheitswesen. Ich möchte mich an dieser Stelle nicht auf politische Diskussionen einlassen, sondern Ihnen nur ein paar unumgängliche Fakten aufzeigen.

Historisches

Die gesetzlichen Krankenkassen basieren - was oft vergessen wird - auf dem Solidaritätsprinzip. Dies bedeutet, dass alle, die es aufgrund ihrer wirtschaftlichen Situation können, in einen Topf einzahlen. Aus diesem Topf werden dann diejenigen unterstützt, die vorübergehend durch Krankheit in eine Notsituation geraten sind. Die ursprüngliche Idee Bismarcks - so alt ist dieses System - war weniger, die Arzt- und Krankenhausrechnungen zu bezahlen als vielmehr den krankheitsbedingten Lohnausfall zu ersetzen.

Die heutige Situation

Wenn man sich klar macht, was sich seit Bismarck alles geändert hat, versteht man schnell, dass dieses System heute nicht mehr alle zufrieden stellen kann:

- Die Leistungsfähigkeit der Medizin hat enorm zugenommen. Vieles, was heute selbstverständlich ist (Dialyse, Transplantationen, Bypassoperationen), war damals nicht denkbar. Dies hat natürlich seinen Preis. Das sind enorme Kosten, die sich aber unbestritten lohnen, nicht nur für den Betroffenen, auch für die Volkswirtschaft.

- Das Anspruchsdenken ist gestiegen. Das Gesundheitssystem wird heute sehr viel mehr in Anspruch genommen, nicht erst mit dem sprichwörtlichen Kopf unter dem Arm. Dies kommt aber ebenfalls der Volksgesundheit und somit der Volkswirtschaft zu Gute. Hier verläuft aber auch die Grenze zur Individualmedizin. Wer noch mehr möchte - denn alles ist möglich - kann sich jederzeit und überall individuell auf ich zugeschnittene Leistungen "kaufen". Dies wird dann aber nicht der Solidargemeinschaft zur Last gelegt, da muss man dann auch individuell in die Tasche greifen.

- Das Gesundheitswesen ist nicht nur einer der größten Arbeitsmärkte in Deutschland überhaupt, sondern sogar der Arbeitsmarkt mit den größten Wachstumschancen. Würden die staatlichen Regulierungen wegfallen, könnte hier ein Wachstum entstehen, mit dem kein anderer Wirtschaftszweig mithalten könnte.

- Aufgrund bleibend hoher Arbeitslosenzahlen fehlen dem Gesundheitswesen erhebliche Einnahmen.

Die Folgen für Sie

Im Bereich der gesetzlichen Krankenversicherungen sind die Ärzte als Vertragspartner der Krankenkassen dazu verpflichtet, das medizinisch Notwendige und Sinnvolle wirtschaftlich zu leisten. Alles andere - was nicht unbedingt notwendig ist - hat zu unterbleiben.

Das bedeutet:

  • Nur medizinisch Notwendiges wird durchgeführt. Dabei ist stets die preisgünstigste Möglichkeit zu wählen. Hier bleibt Qualität oft auf der Strecke.
  • Medizinisch nicht Notwendiges hat zu unterbleiben.
  • Medizinisch nicht Sinnvolles hat ebenfalls zu unterbleiben, dies würde aber kein seriöser Arzt anbieten.
  • Medizinisch nicht unbedingt Notwendiges aber durchaus Sinnvolles kann leider nicht vom Sozialsystem übernommen werden, ist aber als individuelle Gesundheitsleistung (IGeL) für jeden jederzeit verfügbar

IGeL in der Angiologie

Im Folgenden sind Leistungen aus dem Bereich der Angiologie zusammengestellt, welche zwar medizinisch sinnvoll aber eben nicht notwendig sind und somit nicht von der gesetzlichen Krankenkasse bezahlt werden. Im Rahmen der sogenannten IGeL-Leistungen können diese Leistungen selbstverständlich auf Wunsch durchgeführt werden:

  • Untersuchung und Beratung bezüglich des Risikos einer Reisethrombose
  • Entfernen von Besenreißern oder kleineren Krampfadern aus kosmetischen Gründen
  • Bestimmung des Risikos eines Schlaganfalles durch Messung des Grades der Verkalkung der Hirnschlagadern und Beratung
  • Naturheilkundliche Verfahren bei Durchblutungsstörungen
   
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