Dr. med. Michael Spiegel, Frankfurt, Innere Medizin - Angiologie
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Aneurysma

Beim Aneurysma handelt es sich um eine krankhafte Aufweitung bestimmter Gefäßabschnitte. Grundlage ist auch hier der degenerative Prozess der Arteriosklerose. Durch die Arteriosklerose ist die Gefäßwand geschwächt, kann dem Druck des Blutes nicht mehr standhalten und lässt sich lokal aufdehnen, so wie sich ein Luftballon aufblasen lässt.

Die Aneurysmen betreffen meist die Hauptschlagader (Aorta) und sind in der Regel nicht symptomatisch. Das heißt, ein Aneurysma wird also zufällig entdeckt. Ein gewisser Durchmesser (unter 4 cm) kann ohne weiteres toleriert werden, es droht keine Gefahr. Nimmt der Durchmesser weiter zu, so besteht die zunehmende Gefahr, dass das Aneurysma platzt (rupturiert). Da ein geplatztes Aneurysma in der Regel nicht überlebt wird, sollten Aneurysmen ab einer Größe von 4,5 cm frühzeitig operativ versorgt werden.

Außerdem kommt es innerhalb eines Aneurysma zu Flussturbulenzen und zur Bildung von Thromben. Diese Thromben können embolisieren und periphere Gefäße verschließen. Dies ist der Grund, weshalb auch kleinere Aneurysmen der Beckenschlagadern oder der Schlagader der Kniekehle operiert werden sollten.

Von den hier beschriebenen echten Aneurysmen (Aneurysma verum) unterscheidet man sogenannte falsche Aneurysmen (Aneurysma spurium). Ein falsches Aneurysma entsteht entweder durch Gefäßverletzung oder durch Gefäßpunktion. Es kommt zu einer Blutung, welche sich im das Gefäß umgebenden Bindegewebe abkapselt. Ein Aneurysma spurium sollte in der Regel operativ beseitigt werden.

   
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